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Unterwegs mit Hunden

Kategorie: Geschichten

Geschichten, Anekdoten und Erzählungen rund um den Hund auf Reisen.
Wer Lust hat sendet uns seine selbstgeschriebenen Storys ein und wir veröffentlichen sie auf unserer Seite .

Wenn einer eine Reise tut

Wenn einer eine Reise tut, … dann muss der Hund wohl mit.

Urlaub, mach mal Urlaub…

Horton war damals gerade mal 8 Monate alt und ein sehr aufgeregter Junghund, der weder bei sich noch bei uns richtig angekommen war. In den vergangenen vier Monaten hatten wir so langsam ein Gefühl dafür entwickelt, was es bedeutet plötzlich Hundehalter zu sein.

Ohne jegliche Furcht und mit einer grundsoliden Portion Naivität stellten wir uns einer der größten Herausforderungen im Hundeleben: Urlaub!

 Eigentlich hätte jemand an dieser Stelle schon auf den “Seid ihr eigentlich bescheuert-Buzzer” drücken müssen, aber die Ferienwohnung auf Rügen war gebucht. Also los!

“Und jetzt?”, fragt meine Frau irritiert, “was machen wir jetzt?”

 Unser Auto sieht aus wie der Tourbus der Kelly-Family. Der einzige ansatzweise Langhaarige ist unser Hund. Und er ist auch der einzige, der bisher Gepäck im Auto hat.

 “Und das sind wirklich nur die notwendigsten Sachen für den Hund?”, frage ich kopfschüttelnd zurück.

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert

Die Vorbereitungen waren schon aufregend genug. Wir haben schon oft Ferienwohnungen gebucht und entsprechend routiniert ging meine Frau bei der Recherche zu Werke. Alle unsere Wünsche und Vorstellungen wurden in die Suchmaske eingegeben und siehe da, 4.231.487 Ergebnisse. Da wird sich doch was finden. Ach Moment, nur noch eben “Haustiere erlaubt” ergänzen und siehe da … 3 Ergebnisse?

Die drei Wohnungen versprühen alle einen eher spröden Charme und wurden offensichtlich seit den 70er Jahren nicht mehr renoviert. Warum auch, es kommen ja sowieso diese Typen mit ihren Schmuddel-Kötern und müllen alles voll. Natürlich ist das Weniger an Komfort auch etwas teurer. So langsam wird die Suche frustrierender und wir fühlen uns wie Mieter 2. Klasse.

Liebe Vermieter, es mag überraschend klingen, aber Hundehalter wohnen zu Hause nicht in tapezierten Erdhöhlen! Und ja, Hunde machen Dreck. Der geht in der eigenen Wohnung wieder weg, geht also auch bei euch! Für die erforderliche Endreinigung zahlen wir dann auch gerne etwas mehr.

Glücklicherweise bestätigt in unserem Fall die Ausnahme mal wieder die Regel und wir finden eine sehr schöne, bezahlbare Wohnung in Baabe. Geht doch.

Jetzt geht’s los

Nach einer auffällig entspannten Fahrt kommen wir in Baabe an und beziehen die Wohnung. Die vielen neuen Gerüche und Eindrücke lassen die Entspannung aus dem Körper unseres Hundes entweichen. Seine Synapsen beginnen zu glühen und er jagt durch die Ferienwohnung wie eine gedopte Eintagsfliege, wobei er sich kaum von uns beruhigen lässt.

“Cool, hier gibt es Wölfe!”, raune ich meiner Frau zu, als wir in der Tiefgarage unser Auto entladen.

 “Das ist Horton”, flüstert sie mit hochrotem Kopf zurück.

Okay, die Nachbarn wissen jetzt, dass wir da sind und sie wissen ganz sicher, dass wir eine Art Hund dabei haben. Einen Hund, der den Anreisetag aus einer spontanen Laune heraus zum “Weltjaultag” erklärt hat. Natürlich sind wir eiskalt und ignorieren das Gejaule, um dieses Verhalten nicht noch weiter zu fördern. Ich habe die Hoffnung, dass das zahlreiche Publikum auf den angrenzenden Balkonen ein Feuerwerk bestaunt und nicht unserem Jodelkünstler lauscht. Mittags im Juni aber eher unwahrscheinlich. Auch in meinem Gesicht zeigt sich jetzt eine leichte Röte.

Raus hier

Um den Hund vielleicht etwas zu entspannen gehe ich mit ihm an den Strand. Wo könnte man sich besser entspannen, als an einem Ort mit Wind, Wellen, vielen Menschen und reichlich Artgenossen? Hab ich dann auch selbst gemerkt.

Für Außenstehende mag es ganz lustig ausgesehen haben, aber am Ende meiner Leine befand sich kein Lenkdrachen, sondern ein Rodeo-Pferd gefangen im Körper eines Mischlings-Rüden. Mein Hund zeigte sich von seiner besten Seite, nur halt verkehrt herum.

 Es ist kein schönes Gefühl, wenn man merkt, dass man seine geliebte Fellnase gar nicht erreicht und tatsächlich keinerlei Kontrolle mehr hat. Okay, wir haben immer gewusst, dass es Horton schwer fällt sich zu entspannen, aber jetzt hatte ich große Sorge, dass er gleich explodiert.

 Die abfälligen Blicke anderer Hundehalter sind da wenig hilfreich. Aber noch schlimmer ist eine selbsternannte Hundepsychologin, die ungefragt zur Hilfe eilt.

 Ist was Doc?

“Was hat er denn?”, fragt Frau Diplompsychologin besorgt.

Sie schaut dabei meinem Hund tief in die Augen. Ist das schon die umfassende Aufnahme seiner Krankheitsgeschichte durch die Hobby-Veterinärin, oder wartet sie wirklich auf eine Antwort von Horton?

 “Er ist ein wenig aufgeregt”, lächle ich verlegen und hoffe, dass die Sache damit erledigt ist.

 “Sitz!”, ruft Frau Dr. und ignoriert dabei beharrlich, dass mein haariger Freund unverändert weiter im Flummi-Modus umherspringt.

Da Wiederholungen ja durchaus sinnvoll sein können zieht Frau Mabuse diesen Trumpf und repetiert das Kommando unaufhörlich wie ein Mantra.

“Sitz, Sitz, Sitz, Sitz …” Das klingt schon fast wie Techno! Und das Wunder geschieht. Er sitzt.

“Ich weiß gar nicht, was Sie haben”, philosophiert die Oberlehrerin selbstverliebt, “er hört doch gut!”. Ihr männlicher Begleiter blickt dabei verschämt zu Boden.

 Meine humanistische Bildung und mein Sucht nach Harmonie schützen mich und Frau Ignoranzia davor, völlig die Fassung zu verlieren. Hilfesuchend schaue ich ihren Pfleger an, der nervös von einem Bein aufs andere wechselt. Mit einer versteckten Geste deutet er auf seinen Ehering und winkt dann ab. Weichei!

 Es ist zwar unhöflich sich nicht zu verabschieden, aber in diesem Fall bin ich meinem Hund dankbar, dass er mich unvermittelt in Richtung einer flüchtenden Möwe zerrt. Als wäre das noch nicht genug, röchelt er dabei wie die untergehende Titanic. Hoffentlich wird es bald dunkel.

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres und soll dazu dienen den Akku wieder aufzuladen. Ich muss leider gestehen, dass unser Aufenthalt in Baabe nicht ganz stressfrei war und uns vor ganz spezielle Herausforderungen gestellt hat. Wir haben viel daraus gelernt und inzwischen einen Weg gefunden auch unserem neuen Familienmitglied einen entspannten Urlaub zu ermöglichen. Das ist ein tolles Gefühl.

Ich wünsche Euch allen einen erholsamen Urlaub!

Mein Name ist Axel Löwenstein.

Ich bin 44 Jahre alt und lebe mit meiner Frau und unserem Hund “Horton” -in einer nahezu perfekten Symbiose- in der Nähe von Hamburg. Als Blogger ohne Blog (bloglosgluecklich.de) schreibe ich regelmäßig Gastbeiträge zu Themen, die mich bewegen. Da darf der Hund natürlich nicht fehlen.

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 Copyright Bilder Axel Löwenstein – Wir danken für die Genehmigung zur Nutzung

Uckermark

Die Uckermark aus der Sicht von Bürohund Lisa

von Leonie Umbach

Lisa der kleine Dackelhund ist eigentlich ein echtes Berliner Großstadtkind. Seit zwei Jahren aber arbeitet die eine Hälfte ihres Rudels in der Uckermark – und Lisa darf natürlich mit.

Als Bürohund der Tourismus Marketing Uckermark GmbH hat sie nicht nur nach Feierabend, sondern manchmal auch „im Dienst“ Gelegenheit, ihre wunderschöne zweite Heimat zu entdecken.

Wo die Uckermark ist?

Ganz im Nordosten Brandenburgs, an der Grenze zu Polen. Dort gibt es nur ganz wenige Menschen – so wenige, wie fast nirgendwo sonst in Deutschland. Dafür gibt es mehr Natur, als die kurzen Beinchen jemals ablaufen könnten. Die Uckermark ist nämlich riesengroß – größer als das Saarland sogar!

Die Spuren der letzten Eiszeit kann man hier noch viel besser erkennen als anderswo. Die Gletscher haben eine sanfte Hügellandschaft geformt und überall gibt es unzählige Sölle.

Sölle??

Ein Soll ist ein sogenanntes Toteisloch, in dem vom Gletscher „verlorene“, riesige Eisbrocken ganz langsam aufgetaut sind – und sich in kleine, runde Seen verwandelt haben. Die befinden sich vorzugsweise mitten in den Hügeln. Das sieht vielleicht toll aus, wenn große, langweilige Felder überall von mit Bäumen und Hecken gesäumten Söllen durchsetzt sind!

Große langweilige Felder gibt es aber sowieso nicht so viele in der Uckermark – mehr als  zwei Drittel der Fläche sind nämlich Nationale Naturlandschaften.

Es gibt einen Naturpark, ein Biosphärenreservat und sogar den einzigen Nationalpark in Brandenburg. Der ist im Unteren Odertal, durch das der größte von der Eiszeit geschaffene Fluss der Region fließt: die Oder Sieht schon toll aus das flache Tal, wenn man es von einem der steilen – und für kleine Hunde ganz schön hohen – Hänge betrachtet, die es begrenzen. Auf diesen Hängen soll es viele seltene Arten geben.

Blühende Trockenrasengesellschaften interessieren Lisa allerdings eher weniger. Sie begeistert sich da mehr für die weichen Ufer der über 500 von der Eiszeit hinterlassenen,  glasklaren Seen. In den Ufern können kleine Hunde nämlich herrlich nach Mäusen und anderem Getier buddeln. Und in den Seen natürlich baden, baden, baden! Aber natürlich nur dort, wo kein Naturschutzgebiet ist. Davon gibt es ziemlich viele in der Uckermark. Es gibt halt einiges Schützenswerte hier. Lisa hat noch nie eine Europäische Sumpfschildkröte getroffen, wohnen tut die hier aber trotzdem. Ob der große Vogel am Himmel ein See- Schrei- oder Fischadler oder vielleicht doch eher ein Milan ist findet Lisa auch überhaupt nicht wichtig – Hauptsache, er verwechselt sie nicht mit Beute und klaut sie aus ihrem Lieblingsfahrzeug, dem Kanu! Lisa ist nämlich ein echter Bootshund – immerhin ist die Uckermark Teil des größten Binnenwasserrevieres Mitteleuropas. Mit dem Kanu kann man sogar bis zum Stettiner Haff oder in die Mecklenburgische Seenplatte paddeln. Dort ist allerdings immer ganz schön viel los – also vielleicht lieber doch auf den vielen ruhigen Seen der Uckermark, auf denen vielerorts keine Motorboote fahren dürfen, bleiben.

Uckermark Lisa

Lisas Menschen finden auch die vielen alten Bauerndörfer, historischen Feldsteinkirchen und verwunschen-verfallen oder schon in frischem Glanz erstrahlenden Gutshäuser wunderschön. Naja, dort gibt es wenigstens überall viel Grün zum rumschnüffeln. Wenn das Rudel ein „langweiliges“ Café mitten in einem der historischen Stadtkerne ansteuert macht der kleine Dackelhund doch lieber ein Schläfchen unterm Tisch, bis es endlich weitergeht zu neuen Abenteuern …

Die Dörfer und Städtchen sind durch ein dichtes Netz von Wander- Rad- und Wasserwegen verbunden. Damit sich niemand verläuft sind die natürlich ordentlich markiert und beschildert. Schließlich kann es – gerade in den endlosen, dichten Wäldern der Schorfheide – durchaus sein, dass man mehrere Stunden lang Niemanden trifft, den man nach dem Weg fragen könnte. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gibt es sogar ein Weltnaturerbe: den Buchenwald Grumsin. Die Bäume, Hügel und Moore sehen allerdings nicht anders aus als viele Wälder im Naturpark Uckermärkische Seen. Lisa versteht deshalb überhaupt nicht, warum sie den einen Weg laufen darf und den anderen aus Naturschutzgründen nicht. Aber naja, es gibt ja schließlich genug Wege in der Uckermark, da fällt es nicht schwer, das ein oder andere Gebiet von ihrer Anwesenheit zu verschonen.

Lisa hat großes Glück – ihr Rudel hat nämlich einen großen grünen Bus in dem es wohnen kann. Also braucht sie kein Hotel. Alle, die kein eigenes Zuhause dabei haben können natürlich trotzdem in die Uckermark kommen. Für die gibt es schmucke kleine Hotels, familiäre Pensionen und viele viele Ferienwohnungen: einfache, luxuriöse, kleine, große, mitten im Ort oder einsam mitten in der Natur gelegen. Bei über 500 Seen – ein See ist in der Uckermark übrigens erst dann ein See, wenn er mehr als einen Hektar groß ist – liegen natürlich viele Ferienwohnungen direkt am Wasser. Bei manchen  sind Fahrräder inklusive, bei anderen liegt gleich ein Kanu vor der Tür.

Im Mai 2013 hat die Uckermark den 1. Platz im Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusregionen gewonnen. Natürlich gibt es deshalb auch jede Menge ökologisch ausgebaute Unterkünfte: welche mit einem eigenen Wasserrad zur Stromerzeugung, Ökocampingplätze, Restaurants die regionale Produkte anbieten und natürlich jede Menge umweltfreundliche Fortbewegungsmittel. Für Menschen die nicht so sportlich sind gibt es sogar Elektrofahrräder. Und damit ihr auch klimafreundlich mit der Bahn anreisen könnte holen viele Vermieter ihre Gäste gerne vom nächsten Bahnhof ab.

Copyright Bilder by Leonie Umbach – tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

Contentin / Normandie

Unser Urlaub in der Normandie auf der Halbinsel Contentin

von Sabine Müller

 Das Jahr verging und schon war es soweit, wir starteten in einen 2wöchigen Sommerurlaub, auch weil wir zu unserem 25zigsten Hochzeitstag einfach nicht zu Hause sein wollten.

Wir packten unsere sieben Sachen, Hunde-Körbe und Spielis. Eigentlich wie für Dänemark wo es uns seit fast 30 Jahren immer wieder hinzieht. Aber dies Mal ging es in die andere Richtung.

Durch Deutschland und Belgien ging es recht flott voran, aber da man für die Nutzung der französischen Autobahnen bezahlen muss, kamen wir leider immer vor den „Nadelöhren“ zum Kartenziehen und/oder Bezahl-Häuschen in Staus und das zooog sich hin. Außerdem fuhren wir zu einem Zeitpunkt zu dem auch die Franzosen in den Urlaub starteten.

Aber wir wurden reichlich belohnt als wir endlich Vesly in der Nähe von La Haye-du Puits erreichten. La Bourdonnerie,  das Haus war super, das Anwesen sehr schön gepflegt und unsere Vermieter einfach super nett. Zur Begrüßung lag Käse, Baguette und eine Flasche Rotwein in der Küche.

An unsere Terrasse grenzte eine große Spielwiese, wie für unsere Hunde gemacht und die sich geradezu anbot „Scheiben“ zu schmeißen.

Bei kleinen Agility und Obedience-Vorführungen, hatten die beiden Kinder unser Vermieter (2 und 4) ihren Spaß mit ihnen.(Was auch unsere Hunde sehr ausgenutzt haben, denn den Kindern konnten wir ja schlecht erklären das man einem Border-Collie keine Bällchen schmeißt.)

Zudem liefen dort etliche Hühner, Enten und Puter frei herum, und unsere Hundies sooo artig Mittendrin, was unsere Lieselotte besonders genoss, im angemessenen Abstand den Hühnern zu folgen und „Nachsuche“ zu betreiben. Neue Lieblingsspeise von Lieschen „Hühnerpup“. Lecker.  Es gab Ziegen, die echt lieb waren, und nebenan gab es auch noch einen Spielkamerad, Teo war mit Herrchen und Frauchen hier auch im Urlaub, ein ziemlich großes Hundekind aus Stade. Ja, Die Welt ist halt klein…

Als nächstes hieß es die nähere Umgebung zu Erkunden. Die Gegend vermittelt einen typischen englischen Flair – sind wir noch in Frankreich ? – , Buschhecken wechseln sich mit Steinmauern ab, schön gelegene Bauerhöfe aus Naturstein und mit einer Blumenpracht (Hortensien, Stockrosen, Begonien etc.) die einen umhaut.

Man kann den Fotoapparat kaum weg legen. Der Strand von Saint-Germain-Sur-Ay ist ca 15 min. mit dem Auto zu erreichen. Der Strand ist nicht ganz so toll, viele Algenbüschel aber für’s erste reicht es

aus. Die Hunde toben wie verrückt und sind nicht aus dem Wasser zu kriegen. Der Strand von Bretteville-sur Ay bietet da schon mehr, herrlicher Sandsstrand mit schöner Dünenlandschaft, Blick auf die Kanalinsel Jersey, tolles Wetter, was will man mehr. Ach ja, bei einem Tiddenhub von ca. 11m wird der Sandstrand bei Ebbe ganz schön breit und riesige Muschelbänke kommen zum Vorschein.

Dann kommen auch die Franzosen, mit Eimern bewaffnet zum Muscheln ernten.

Nun jetzt heißt es auf Besichtigungstour gehen.

Als erstes ist  Barfleur dran, eine wunderschöne kleine Hafenstadt im Süden der Halbinsel mit angeblich den besten Miesmuscheln der Welt, lädt zum verweilen ein. Den Hafen muss man gesehen haben – ein Glas Cidre in einem der kleinen Cafe’s und das traumhafte Panorama genießen. Und natürlich auf dem Weg dorthin wieder ein traumhafter Strand an den man halten muss und wir können es kaum glauben von Massentourismus ist hier nichts zu spüren.

An der Westküste liegt Portbail, Wahrzeichen der kleinen hübschen Stadt ist die romanische Kirche. Eine Bogenbrücke verbindet die Stadt mit dem Hafen. Hier entdeckten wir eine der Passerie, wo es absolut leckeren Kuchen gibt, die einem wie kleine Kunstwerke erscheinen.

Ein schicker kleiner Badeort ist Barneville-Carteret mit vielen kleinen Geschäften und einer Strandpromenade. Hier am Strand sind leider keine Hunde erlaubt – das ist aber die große Ausnahme – macht aber auch nichts, denn ein paar Kilometer weiter haben wir mal wieder den feinsten Sandstrand fast für uns alleine. Auf keinen fall sollte man versäumen zum Cap de La Hague zu fahren das im Nordwesten der Halbinsel liegt. Bekannt ist die Wiederaufbereitungsanlage La Hague, aber das sollte einen nicht abschrecken, man wird belohnt mit einer einmaligen wildromantischen Landschaft. Die bezaubernden kleinen Dörfern  rund ums Cap, mit den schönen alten Steinmauern und den wilden Landschaftsbildern und immer wieder die wunderschön ins Landschaftsbild passenden pastellfarben blühenden Hortensienhecken, sind atemberaubend.

Da fühlten wir uns schon um ein , zwei Jahrhunderte zurückversetzt. Wir verließen die Nationalstraße hinter Le Pieux und  fuhren auf der Küstenstraße, entlang der Steilküste in Richtung Auderville. Nicht unbedingt für Wohnmobile zu empfehlen, da die Straße oft sehr schmal wird und man immer wieder durch sehr enge kleine Dörfer kommt.

Kurz vor Auderville machten wir in einer wunderschönen Bucht halt – die Hunde wollen schwimmen gehen – Wau, was für eine atemberaubende Steilküste.  Nach dem Baden, wir wollten gerade die Bucht verlassen, ein sehnsuchtsvoller Blick zurück, was ist das ? Eine dunkele Wand, fast wie eine riesige Welle kommt Seeseitig auf den Strand zu. Innerhalb von Sekunden ist der Strand in Nebel gehüllt und das bei strahlenden Sonneschein.

Aber es war für uns ein echtes Erlebnis, denn dieser „Frischehauch“ Seenebel zu diesem schönen warmen Wetter war sehr angenehm zum Wandern auf dem alten Zöllnerweg.

Der sich vom M.S. Michel bis zum Marschenland des Cotentin windet.

Weiter geht es Richtung Auderville zum Leuchtturm von Goury der unbedingt Sehenswert ist, sich aber unseren Blicken Dank des Seenebels entzog. Wir fahren weiter in Richtung Omonville la Rouge.

Auf der Strecke liegt der kleinste Hafen Frankreichs, Port Racine, eindrucksvoll das Leinengewirr der festgemachten Fischerboote. Und dann wieder, eine Linkskurve und da ist schon wieder eine von diesen tollen Buchten mit super Stränden und fast menschenleer, Hunde wie immer kein Problem.

Auch Countances mit der gothische Kathedrale an der Westküste ist ein Besuch wert. Im Landesinneren ist die Stadt Saint Lo. Jeden Donnerstag findet wird auf dem Nationalgestüt Haras national de Saint-Lô für die Hengstparade geübt. Für 5 € kann man dabei sein – Hunde mal wieder kein Problem. Sehenswert sind auch die Landungsstrände der Alliierten mit den vielen Musseen.

Es gibt da noch soviel zu sehen aber man will ja auch Urlaub machen und Spaß mit den Hunden haben.

Sabine Normandie (10)1

Wir waren fast jeden Tag am „La Mer“, die Strände waren alle gut zu erreichen so dass wir nicht allzu lange fahren mussten. An allen Stränden aber bot sich das gleiche Bild , sie waren echt „Karibisch“ und „Menschenleer“ kaum jemand war da, es war herrlich, man konnte die Hunde immer laufen lassen und kamen mal Franzosen oder andere Urlauber dann haben wir ihnen gezeigt wie gut unsere Deutschen Hundies erzogen sind und wurden dabei auch immer erstaunt angeschaut, wenn sie ruck zuck an unserer linken Seite saßen, oder auf Entfernung „plumps“ im down lagen, um sich anschließend wieder fröhlich in die Fluten zu stürzen.  Zu irgendwas muss die BH und Obedience ja gut sein…

Wir machten tolle Strandspaziergänge und auch einfach nur Strandtage an denen die Hunde am liebsten mit mir im Wasser planschten. Auch unsere Border Collie Hündin Anny hat nach anfänglicher Überwindung die Wellen durchschwommen und schwamm, und schwamm, wie ein Fisch im Wasser. Wobei die Lieselotte sich lieber nur den Bauch gekühlt hat. Halt ganz die vornehme Collieart zu baden.

Wir schauten uns urige Märkte an,(es gibt fast jeden Tag irgendwo einen Markt) wo man wunderbar heimisches und eigentlich alles was man braucht, oder auch nicht, einkaufen konnte. Abends haben wir immer gegrillt. Fisch, Fleisch Muscheln, Scampi und dazu gab’s geniale Salate… lecker…

Auch haben wir schöne Waldspaziergänge in verwunschenen Wäldern mit bildschönen Seen gemacht. Jeden Tag tranken wir den leckeren Cidre, heimischen Wein und aßen diesen wunderbaren berühmten cremigen Camembert.

Übrigens, Biertrinker sollten sich einen Vorrat von Zuhause mitbringen, Bier ist in den Supermärkten Mangelware und es gibt nur einige Sorten belgisches oder englisches.

Für uns und die Hunde war es ein unvergesslicher Urlaub und der Wettergott hat auch noch mitgespielt. Gerade mal einen halben Tag Regen haben wir gehabt. Unsere Vermieter, vor einem halben Jahr aus England eingewandert, waren total nett. Sie waren von unseren Hunden total angetan. Auch war es sehr angenehm mit ihnen Englisch sprechen zu können weil Französisch konnten wir nun gar nicht, aber wir sind mit Sprachführer bewaffnet, einfach freundlich auf sie zu gegangen und überall gut an und durchgekommen. Mit Händen und Füßen, wie man so sagt. Die Franzosen in dieser Ecke Frankreichs waren aber auch besonders nett.

Ach ja, die große Brücke in Le Havre ist auch sehr sehenswert und wir um eine Erfahrung reicher und wieder mal um 5,20€ ärmer. Diese ständige Kartenzieherei und bezahlerei ist ja echt nervig und hält ja soooo auf. Hier mal nen Euro und da Mal 3,50€ oder 4,90€. Deswegen haben wir unsere Rückfahrt auch am Abend angetreten und das war gut so, wir sind um 20.30Uhr los und genau, mit einem kurzen Päuschen, 11 St. Später zu Hause gewesen puhhh… 1100 km.

Als wir in unserem Heimatort Schwanewede von der Autobahn fuhren waren unsere Hundies hellwach und wussten genau wo wir gleich  „landen“, zu Hause. Und da musste erst mal gaaaanz intensiv die  „Ortszeitung“ gelesen werden, damit alle Hunde wieder wissen, Lisa und Anny sind wieder im Lande…

Durch die Anzeige von Frau Golzem in der Collie-Revue sind wir auf diese Region Frankreichs aufmerksam geworden und hatten wir einen wunderschönen Urlaub in der Normandie.

Vielen, Vielen Dank !!

Wir waren echt „Götter in Frankreich“…

 

Bennys aufregendste Tage

Bennys aufregendste Tage

Wer mit Hunde auf Reisen geht, der hat mehr vom Urlaub, das ist jedenfalls meine Meinung. Im letzten Sommer hatte ich wieder einen Hundeurlaub geplant, diesmal am Gardasee, Moniga del Garda heißt die kleine Stadt, um genau zu sein. Benny war schon seit Tagen furchtbar aufgeregt und ich ehrlich gesagt auch. Wahrscheinlich merken Hunde das.

Eine Bekannte sagte mir, dass Hunde und Reisen eigentlich nicht zusammen passen und ich doch lieber Benny für diese Zeit irgendwo in Pflege geben soll. Das kommt aber gar nicht in Frage, ohne meinen Hund mache ich auf gar keinen Fall eine Reise. Er ist mein bester Freund, seit dem mich meine Frau verlassen hat. Das ist aber eine andere Geschichte und die werde ich später einmal erzählen.

Am Rhein bei Zons nähe Dormagen mit Billy the Kid und Louis

Für meinen Hundeurlaub benutze ich immer einen speziellen Korb, den ich auch gut festmache, damit er nicht bei einem plötzlichen Bremsmanöver nach vorne fliegt. Der Korb ist nicht groß, denn Benny ist ein Kavalier King Charles Spaniel und die erreichen nun mal keine stattliche Größe. Die Fahrt nach Italien dauerte ungefähr 6 Stunden, mit ein paar größeren Pausen dazwischen. Die letzte Strecke war ziemlich kurvenreich und ich hatte ein wenig Angst, dass es Benny nicht gut gehen würde. Aber meine Sorgen waren unbegründet.

In meiner Ferienwohnung angekommen packte ich erst einmal meine Sache aus und wollte mit Benny ins Freie. Doch er war verschwunden. Ich rief ihn, aber er kam nicht. Danach fing ich an, das ganze Gelände abzusuchen. Als ich schon aufgeben wollte und eben dabei war, die Carabiniere zu verständigen, da sah ich ihn. Er hatte eine neue Bekanntschaft. Eine hübsche Pudeldame hatte es ihm angetan und das Frauchen der Hündin sah auch nicht schlecht aus. Eine wunderbare Gelegenheit, ein Gespräch anzufangen. Das Thema Hunde und Reisen bietet sich in einem solchen Fall immer an. Bianca, so hieß die Dame (nicht die Hündin, die hieß Trixi). Zu unserer Überraschung stellen wir auch noch fest, dass wir aus derselben Gegend kamen. Damit verbrachten wir unseren Urlaub zu viert, denn Bianca ist ebenfalls geschieden, genauso wie ich. Ich hätte niemals gedacht, dass mein Hund einmal dafür sorgen würde, dass mein Singledasein bald ein Ende hat. Aber vor zwei Wochen habe wir beschlossen, zusammen zu ziehen. Die nächsten Reisen werde ich wohl nicht mehr mit Benny alleine machen.

Weihnachten in den Alpen

Weihnachten in den Alpen

Hunde und Reisen? Das kann Ihren Urlaub bereichern! Unvergesslich ist uns das Weihnachtfest vor zwei Jahren in einem urigen Ferienhaus in den tief verschneiten Alpen geblieben, mit Tante Gerlinde und Onkel Karl sowie ihrem Hund Schluppi. Wir wollten in großer Runde so richtig gemütlich und gesellig Weihnachten feiern, bei einem prasselnden Kaminfeuer. Sogar einen geschmückten Weihnachtsbaum hatten wir in der Stube stehen. Und die Kinder lieben Hunde, und ganz besonders den kleinen Schluppi. Unsere ganze Familie ist verrückt nach Hunden – und unsere zweite Leidenschaft sind Reisen.

Zu kurze Beine für den Winterurlaub

Über diesen seinen ersten Hundeurlaub war der junge Dackel Schluppi sehr aufgeregt. Auf der Hinreise, im Auto, hatte er gebannt hinausgeschaut und keine Minute geschlafen, erzählten Onkel und Tante. Reisen war für den Kleinen eine ganz neue Erfahrung. Und dann noch Hundeurlaub im Schnee! Schluppi weigerte sich schlichtweg, hinauszugehen und mit uns einen Rundgang durch das Dorf zu machen – schließlich wäre er mit seinen kurzen Beinchen leicht im Schnee versunken. Also durfte er im Haus bleiben, während wir uns die Beine vertraten und die Kirche im Ort ansahen.

Als wir aus der winterlichen Kälte zurückkamen und uns schon sehr auf Kaffee, Stollen und Plätzchen freuten, empfing uns ein undefinierbarer, aber unangenehmer Geruch. Egal, wir setzten den Kaffee auf und deckten den Tisch. Leider mussten wir kurz darauf mitansehen, wie das Dackelchen das Bein an unserem schönen Weihnachtsbaum hob! Schluppi bekam ordentlich Schelte, der Baum wurde an der geschändeten Stelle großzügig mit dem nächsten greifbaren Deo eingesprüht – Marke Hypnotic Jungle.

Eine ganz besondere Duftmischung

So saßen wir dann in trauter Runde am festlichen Kaffeetisch, umwabert von schwülen Orchideen- und Moschusdüften, vermischt mit Hundepipi. Stollen und Plätzchen blieben weitgehend unberührt. „Lasst uns doch ein Weihnachtslied singen, wo wir hier schon so gemütlich beieinander sitzen“, schlug Karl vor, der offenbar aufgrund seines regelmäßigen Schnupftabakkonsums vollkommen immun sämtliche Gerüche war. Mama aber riss stattdessen die Fenster weit auf und die eiskalte Frostluft beendete rasch die Kaffeestunde.

Es wurde dann aber doch noch ein wunderbares Weihnachtsfest – und Schluppi hat sich von da an vorbildlich benommen. Hunde, Urlaub und Reisen, diese Kombination sorgt für einen unterhaltsamen Urlaub – für Langeweile bleibt da kein Platz. Nie werden wir unser romantisches Weihnachten in den Bergen vergessen!

Urlaub in St. Anton im April 2013

Urlaub in St. Anton im April 2013

Antonia + Anton auf Reise

Antonia + Anton auf Reise

Antonia, der kleine Hund und ihr bester Freund, der Hund Anton schlürfen gemütlich einen Kamillentee. Normalerweise ist Tee ja nichts für Hunde, schon gar nicht für Anton, aber sie haben sich beide am gestrigen Heilig Abend an den vielen Plätzchen ordentlich den Magen verdorben. „Hunde sollen einfach nicht so viele Plätzchen essen,“ stöhnt Anton. „Was machen wir nun?“ quengelt Anton, dem langweilig geworden ist.

Billy backen

„Nun“, schlägt Antonia vor, „wir planen einen Hundeurlaub! Hundeurlaub ist gut,“ meint Antonia. Und überhaupt, wenn Hunde und Reisen möglich sind, können das doch auch wir tun. „Gibt es eigentlich einen Katalog für Hunde und Reisen?“ fragt Anton. „Ich hab da ne ganz gute Idee“, murmelt Antonia. „Wir schauen uns die Angebote im Internet an“. Gesagt, getan. Die beiden Möchte-gern-Urlauber werden auch sehr schnell fündig. Antonia hat ein tolles Hotel gefunden. Fix ruft Antonia die angegebene Telefonnummer im Internet an. „Hier ist Antonia“, sagt sie brav. „Ich möchte mit Anton bei dir Urlaub machen“. „Wer ist Anton“, fragt die Stimme am Telefon. „Anton ist mein Freund und der beste Vierbeiner der Welt“, antwortet Antonia. „Wann möchtet ihr denn kommen?“ fragt die Stimme. „Gleich“ murmelt Antonia. Einen Moment herrscht Ruhe. Dann antwortet jemand „klar, kommt gleich morgen“. Antonia freut sich und bedankt sich brav.
Am nächsten Morgen geht es los. Antonia ist schon ganz aufgeregt. Gemeinsam mit Anton klettert sie in den Zug. Hier verstaut sie zuerst ihr Gepäck und sieht dann aus dem Fenster. Viele kleine Häuser fliegen an ihr vorbei. Die Fahrt scheint ganz schön lang zu sein. Nach ganz vielen Spielen mit Anton ist endlich der Urlaubsort erreicht. Hier wartet schon jemand aus dem Hotel auf die kleinen Urlauber. Da passiert es! Antonia hat einen Koffer im Zug vergessen. Glücklich und staunend über den ganzen Schnee merkt sie jedoch gar nicht, dass noch ein Gepäckstück fehlt. Dann ruft der Schaffner hinter ihr her. „Fräulein Hund, sie haben den Koffer hier vergessen“. Ruft er. Schnell holt Antonia ihren Koffer und bedankt sich brav bei dem netten Mann. Ohne den Koffer wäre der Urlaub nur halb so schön geworden. Antonia ist wieder einmal glücklich.

Stadthunde auf dem Land

Stadthunde auf dem Land

Stadthunde auf dem Land – Diesen Sommer wollten wir das erste Mal seit Jahren wieder verreisen und sowohl unser fünfjähriger Sohn, als auch unsere drei- und fünfjährigen Beagle sollten mitkommen. Es sollte weder ein reiner Hundeurlaub noch ein Urlaub ohne Hunde werden. Schon bei der Planung des Urlaubs wurden wir allerding vor einige Schwierigkeiten gestellt, denn Reisen mit Hunden und Kind ist nicht so einfach.

Billy Dumbo Tür

Wir suchten nach einer Unterkunft mit Hund und Kind, an einem preiswerten Urlaubsort und nicht zu weit von Berlin entfernt, denn Reisen mit Hund und Kind – egal ob mit Auto oder Zug – kann sehr schnell sehr anstrengend werden.

In dem kleinen Brandenburger Örtchen Rüthnick etwa 70 km nördlich von Berlin, fanden wir dann auch die perfekte Kombination aus Urlaubsort für unsere Beagle und unseren Sohn. Wir hatten ein Ferienhaus mit Garten in einer Wohnanlage gemietet um möglichst allen gerecht zu werden. Für unseren Sohn gab es ein Klettergerüst, eine Vielzahl an Ballspielen (mit Fußballplatz auf dem Grundstück) und einen großen Pool.

Für die Hunde, die in Berlin zwar auch Freilauf in Parks und im Wald bekommen, war schon das 2390 Quadratmeter große Grundstück grandios. Sie konnten den ganzen Tag draußen in der Sonne liegen, miteinander toben und in ihrem eigenen Pool, der extra für unsere Hunde bereitgestellt wurde, herumtollen. Das Ferienhaus war ebenfalls ideal für Kind und Hund: ebenerdig, Ledersofa zur leichten Reinigung und Tiefkühlschrank, welcher für Eis und Frischfleisch (B.A.R.F.) underlässlich ist.
Der Ort Rüthnick, mit nur 500 Einwohnern, schien zunächst nicht sehr viel Abwechslung zu bieten. Für unsere Beagle war es aber gerade der perfekte Urlaubsort. Nur ein paar Meter vom Gartentor entfernt schlängelte sich ein Rad- und Wanderweg durch die Felder, auf dem regelmäßig Pferde entlang trabten; für unsere Beagle nicht nur ein Erlebnis zum hinterher sehen, sondern auch zum Spurenlesen.

Direkt zum Gartentor hinaus konnte man über die Felder oder über den Rad- und Wanderweg in ein riesiges Waldstück gehen und Rehspuren verfolgen. Und in der Wohnanlage befand sich ein Hof mit Hühnern und Verkaufsstand von frisch gelegten Eiern; für unsere Großstadthunde, die vorher noch nie Hühner gesehen hatten, ein bizarres, aber unvergessliches Urlauserlebnis.
Der Landurlaub im Brandenburger Örtchen Rüthnick bot also nicht nur entspanntes Reisen mit Hund und Kind und unvergessliche Urlaubsmomente, sondern auch die ideale Unterkunft mit Hund und Kind. So konnten nicht nur wir Menschen einen erholsamen Urlaub verleben, auch unsere Beagle hatten einen wohlverdienten, abwechslungsreichen und unvergesslichen Hundeurlaub.

Hunde im Schwarzwald

Hunde im Schwarzwald

Der Schwarzwald ist nicht nur für Zweibeiner ein Urlaubsparadies: Das größte und wohl auch schönste deutsche Mittelgebirge ist auch ideal für einen Hundeurlaub. Der Mensch und sein bester Freund können hier auf ausgedehnten Wanderungen zahllose Abenteuer erleben.

Dumbo Anton

Reisen sind für einen Hund nicht immer angenehm; schließlich bedeutet eine Reise auch den Verlust des gewohnten Reviers. Zudem weiß der Hund im Gegensatz zu seinen Menschen nicht, dass der Urlaub nicht von Dauer ist: Er gewöhnt sich also an die neue Umgebung, um sie danach wieder verlassen zu müssen.
Die Menschen müssen sich also viel Zeit für ihren treuen Gefährten nehmen, um ihm die Umstellung möglichst einfach zu machen.

Reisen mit Hund bedeutet indes auch immer die Suche nach einem geeigneten Quartier. Viele Hotels etwa lehnen Gäste in Begleitung von Haustieren ab: Zu groß könnte die Verschmutzung durch das Tier ausfallen und manch ein anderer Gast kann sich gestört fühlen, – etwa, wenn der Hund anschlägt.
Im Schwarzwald sind solche Probleme weitgehend unbekannt: Die meisten Pensionen halten selbst einen Hund und freuen sich über den Besuch des Vierbeiners. In der wildreichen Gegend kann der Hund dazu sein Naturell ausleben: Überall sind Fährten zu finden und es riecht ständig nach „Beute“.
Allerdings sei darauf hingewiesen, dass große Teile des Schwarzwalds unter Naturschutz stehen: Der Vierbeiner sollte bei allem Jagdeifer nicht von der Leine gelassen werden, da er ansonsten seltenes Wild aufpürt und verfolgt.
Eine Begegnung etwa mit Wildschweinen kann zudem böse Konsequenzen für das Tier mit sich bringen.
Dennoch sind Hunde im Schwarzwald willkommen. Vor allem im leisen Winter kann ein Hundeurlaub ungemein entspannend für alle Beteiligten sein.

Mit dem Hund zum Strand

Mit dem Hund zum Strand

Die „Reisen mit Hund“ Möglichkeit gibt es immer häufiger zu finden und wird anscheinend auch immer häufiger in Anspruch genommen. Auch wir, sprich meine Frau, unsere zwei vierjährigen Söhne, der Familienhund (ein Cockerspaniel) und ich nutzten im vergangenen Jahr diese Möglichkeit und mieteten uns für einen zweiwöchigen Urlaub ein Ferienhaus an der schönen Nordsee. Dass der geplante Hundeurlaub jedoch nicht immer absolut reibungslos und völlig ohne Zwischenvorfälle verlaufen sollte, wurde uns bereits an unserem ersten Urlaubstag bewusst …

Badespass

Nachdem wir uns von der siebenstündigen Autofahrt erholt, unsere Koffer in die Unterkunft gebracht und das Notwendigste geklärt hatten, schnappte ich mir Söhne, ein paar Handtücher und Hunde, ließ meine Frau in Ruhe die Koffer auspacken und startete einen kleinen Strandausflug.
Am Strand angekommen, bemerkten wir, dass wir zu der späten Stunde wohl die einzigen Hundebesitzer zu sein schienen, da weit und breit keine anderen Hunde am nahegelegenen Hundestrand zu sehen waren. Folglich befreiten wir erst einmal unseren Hund von der Leine und schliefen völlig erschöpft von der Reise auf dem gemütlichen Sandstrand nur allzu schnell ein. Unser Hund schien an das Schlafen jedoch gar nicht zu denken! Denn nach einer halben Stunde weckte uns ein feuchter Schauer aus Meerwasser und Hundesabber. Mitten unter uns befand sich nun auf dem Liegehandtuch eine klatschnasse Badehose: Völlig unbemerkt hatte sich der kleine Racker davongeschlichen, war anschließend ins Meer gehechtet und hatte dort wohl einem nichtsahnenden Badeurlauber die Hose stibitzt!
Dass uns diese Geschichte noch lange in Erinnerung bleiben würde, war uns allen (und vor allem dem Badegast) schnell klar. Dennoch darf ich das Reisen mit einem Hund allen Lesern und Leserinnen an dieser Stelle empfehlen, da man durch den Vierbeiner schlichtweg viel schneller in den Kontakt mit anderen Menschen gerät.

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