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Unterwegs mit Hunden

Kategorie: Hundethemen

Themen und Infos zu allen Bereichen im Hundeland

Hundesommer

Kühl(e) Tipps für einen entspannten HundeSommer

Unsere Hunden können im Sommer sowohl einen Hitzschlag als auch einen Sonnenstich bekommen, der Unterschied ist folgender:

Beim Hitzschlag handelt es sich um die Überhitzung des ganzen Hundes und es kann zu einer lebensbedrohlichen Störung des Kreislaufsystems kommen. Dies kann u.a. durch zu intensivem Toben, in überhitzten Autos verweilen oder durch den Aufenthalt in stickigen Räumen hervorgerufen werden.

Beim Sonnenstich betrifft die Überhitzung den Kopfbereich und kann eine extreme Schädigung des Gehirns hervorrufen. Der Sonnenstich wird meist durch intensive Sonneneinstrahlung direkt auf den Kopf verursacht. Dies kann schnell passieren, wenn der Hund bei einer längeren Fahrten/Aufenthalt im Auto sitz/liegt und der Kopf permanent der Sonne ausgesetzt ist obwohl eine angenehme Lufttemperatur durch die Klimaanlage herrscht.

   Beides erfordert sofortiger Hilfe und den Besuch eines Tierarztes.

Wichtige Tipps zu Erste Hilfe beim Hund findet ihr im Netz oder als Erste Hilfe App. Besser noch ihr macht einen Ersten Hilfe Kurs für Hunde bei euch vor Ort.

Einiges an Tipps um es nicht soweit kommen zu lassen und eure Hunde ‚kühl‘ zu halten, findet ihr nachfolgend.

Der frühe Vogel fängt den Wurm oder Morgenstund hat Gold im Mund

Die Spaziergänge auf den frühen Morgen verlegen tut sowohl Hund als auch Mensch gut. Morgens ist die Luft frisch und kühl und wir können den Vierbeinern die notwenige Bewegung verschaffen.

Und Abends vor der Dämmerung fahren wir an einen See, Fluß oder Bach die Füße nach dem heißen Tag zu kühlen und nochmals für Bewegung vor der Nachruhe zu sorgen.

Ansonsten die Mittagshitze meiden und zwischendurch nur kurze PippiPausen einlegen, wobei wir uns möglichst im Schatten bewegen sollten und heißen Asphalt meiden.

Wasser, Wasser und nochmal Wasser

Sehr oft Wasser anbieten und auf regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Mehrmals am Tag das Wasser wechseln und bei Bedarf auch mehre Gefäße aufstellen z.B. im Garten oder auf der Terrasse aber bitte nicht in die pralle Sonne stellen. Bei einer längeren Autofahrt darauf achten, dass der Hund genug trinkt, denn durch die Klimaanlage können die Schleimhäute austrocknen.

Für schlechte Trinker könnt ihr es mal mit verschiedenen Spielen versuchen: Billy trinkt zum Beispiel sehr gerne aus der Gießkanne oder einer ausgedienten Wasserflasche. Während ich Blumen gieße, versucht er immer wieder mir das Wasser zu ‚stehlen’.

Kühle Träume mit dem richtigen Plätzchen

Dem Hund kühle Plätzchen im Schatten oder noch besser in der Wohnung auf kühlen Untergründen anbieten wobei Hunde rein instinktiv schon sehr gut wissen was gut für sie ist. Obwohl meine Wölfe mich sonst auf Schritt und Tritt begleiten, musste ich die letzten Tage festgestellt: ‚Gegen kühlen Fliesen kann ich nicht punkten.’

Auto ist tabu

Hunde bitte nicht im Auto alleine lassen. Selbst wenn das Auto innen gut temperiert ist, kann eine direkte Sonneneinstrahlung einen Sonnenstich hervorrufen (siehe oben). Es gibt sehr gute Artikel hierzu und Graphiken zu den entstehenden Temperaturen eines Autos in der Sonne.

Pflegen statt Scheren

An heißen Tagen ist ein besonderes Augenmerk der Fellpflege zu widmen. Durch das ständige lösen und rauskämmen der toten Unterwolle wird das Fell aufgelockert und die freie Luftzirkulation zur Haut ist wieder gegeben. Hunde mit zweischichtigem Fell sollten niemals geschoren werden, denn dies schädigt nur das Fell und zeigt keinerlei Wirkung an heißen Tagen. Hierzu gibt es sehr gute ausführliche Artikel im Netz. Kein guter Groomer oder Tierarzt wird dies empfehlen.

Unsere Hunde schwitzen nicht wie wir Menschen über die Haut, sondern regeln ihre Temperatur durch hecheln und ‚schwitzen’ über die Fußsohlen.

Nass kann gefährlich sein

Immer wieder lese ich man solle nasse Tücher auf den Hund legen, dies kann aber sehr gefährlich sein, denn es entsteht durch die Nässe ein Verdunstungsprozess. Der Wasserdampf zieht nicht ab und Hitze staut sich unter dem Handtuch. So wird der Hund erhitzt obwohl wir etwas anderes erreichen wollten.

Wenn ein Handtuch benutzt wird, bitte wieder schnellstmöglich entfernen und nicht auf dem Hund liegen lassen, dann lieber dem Hund ein nasses Handtuch zum drauflegen anbieten.

Effektiv ist es das Hundefell etwas nass zu machen oder eventuell mit einem Wasserzerstäuber zu besprühen, selbstverständlich wenn eure Hunde sich das gefallen lassen und auch Spaß dran finden. Mit meinen beiden Rabauken spiele ich im Schattenbereich immer mal wieder kurz mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne. Bei ihren vergeblichen Bemühungen den Wasserstrahl zu fangen, läuft der ein oder andere Tropfen die Kehle runter, aber auch das Fell wird dabei gut nass und für den Hund ist es Fun pur.

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Reisen mit Hund

Reisen mit Hund

So triffst du die optimalen Reisevorbereitungen

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Gerade aus dem Urlaub zurück, stellt sich mir die Frage: Hätte ich etwas besser machen können? Gerade was die Urlaubsvorbereitungen betrifft, lernt man ja immer gerne dazu. Deshalb habe ich hier für euch die besten Tipps und Tricks zum Thema Reisevorbereitungen für den Urlaub mit Hund zusammengestellt.

Zunächst einmal gilt: Beachte die individuellen Bestimmungen am Urlaubsort

Falls der Urlaub ins Ausland führt, sind unbedingt die individuellen Bestimmungen des Landes bzw. der Region zu beachten. So kann es erforderlich sein, den EU-Heimtierpass, einen Versicherungsnachweis für die Hundehaftpflicht oder auch Nachweise über spezielle Prophylaxe-Maßnahmen mitzuführen. Manche Länder (etwa Island) verlangen sogar bei der Ankunft zunächst eine mehrtägige Quarantäne für den Hund.

Wusstest du, dass in die Schweiz keine Hunde mit kupierten Ohren oder kupierter Rute einreisen dürfen? In Frankreich und in Dänemark sind Hunde bestimmter Rassen (z. B. Pit Bulls, Staffordshire Terrier etc.) verboten. Dänemark hat diesbezüglich in den vergangenen Monaten für besonders traurige Schlagzeilen gesorgt. Dort können Hunde zwangsweise getötet werden, wenn sie einer der „Listen-Rassen“ angehören. Für andere Länder gilt eine Maulkorb und/oder Leinenpflicht, so z. B. in Italien. Wer dort beides nicht dabei hat, kann mit empfindlichen Strafen belegt werden.

Zu den Reisevorbereitungen gehört also auch, sich möglichst umfassend über alle Bestimmungen am Urlaubsort zu informieren. Viele Möglichkeiten dazu bietet das Internet, aber auch ein Tierarzt kann entsprechend aufklären.

 

Doch das ist noch lange nicht alles. Dein Hund ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Gewohnheitstier“ und mag es nicht, in einer fremden Umgebung auch noch mit fremden Dingen konfrontiert zu werden. Hier die wichtigsten Tipps dazu:

Hundekorb und Hundekissen mitnehmen

In vielen Ferienwohnungen und Häusern werden Hundekörbe und Kissen gestellt. Schön und gut, doch nicht jeder Hund fühlt sich in einem fremden Korb wohl. Besser ist es, den eigenen Korb mitzunehmen. Und wenn das Auto noch Platz hat, sollten auch das Lieblingskissen und ein liebgewonnenes Spielzeug nicht fehlen.

Essen & Trinken

Auch im Urlaub sollte der Hund sein bewährtes Futter bekommen – schließlich kannst du hier die evtl. Folgen einer Futterumstellung wie Durchfall und Unverträglichkeiten besonders schlecht gebrauchen. Und auch die Näpfe für Futter und Wasser solltest du mitnehmen, für sie gilt das Gleiche wie für den Hundekorb – dein Liebling freut sich gerade an einem fremden Ort über gewohnte Gegenstände.

Zu guter Letzt: Denke an die Gesundheit deines Hundes!

Man mag gar nicht daran denken, dass dem Hund auf Reisen etwas passieren könnte. Doch auch am Urlaubsort lauern die üblichen Gefahren, oft kennst du die entsprechenden Stellen jedoch nicht so genau wie zu Hause. Daher sollte auf Reisen immer ein Grundsortiment an Materialien für die Hundegesundheit dabei sein, z. B. Verbandsmaterial, eine Zeckenzange und geeignete Mittel zur Pflege der Pfoten.

Dies war nur ein kleiner Ausschnitt aller Maßnahmen, die du zur Reisevorbereitung für deinen Hund treffen solltest.

Eine komplette Checkliste und viele weitere Tipps zur optimale Reisevorbereitungen für alle Hundebesitzer gibt’s bei Fressnapf unter:

Hunde-Urlaub Reisevorbereitungen 

So gerüstet, kann fast nichts mehr schief gehen und der Hund freut sich genauso über den Tapetenwechsel wie der Mensch!

Vermerk: Der Artikel wurde gesponsert von Fressnapf

Brut- und Setzzeit

Brut- und Setzzeit

Muss ich meinen Hund wirklich anleinen?

Was gibt es Schöneres, als den Hund endlich mal von der Leine lassen zu können? Gerade jetzt im Frühjahr gibt es so viel zu entdecken – für uns und unsere Vierbeiner. Und damit die Sonne und nicht die ganze Zeit aufs Dach brennt, spazieren wir gerne im Wald, wo es kühl und schattig und die Luft so herrlich frisch ist.

Eigentlich alles prima also, doch es gibt ein Problem: Genau jetzt beginnt die sogenannte Brut-und Setzzeit , also jene Zeit, in der das Wild seinen Nachwuchs bekommt und großzieht. Und dass sich Wild und Hund nicht immer perfekt vertragen (insbesondere bei Jagdhunden), muss hier sicher nicht extra betont werden.

Reine Schikane?

Jäger wissen das. Sie haben deswegen an vielen Feldwegen und Waldrändern Schilder aufgestellt, die Hundehalter zum Anleinen ihrer Lieblinge ermahnen. Viele Hundebesitzer interessiert das jedoch nicht, sie halten die Aufforderung eher für eine Schikane des Jägers oder Revierförsters. Also wird das Schild flugs ignoriert und mit dem Hund fröhlich leinenlos im Wald spaziert. Das geht auch meist gut – zumindest solange, bis der Hund die Fährte eines Wildtieres aufgenommen hat.

Was dann folgt, haben wahrscheinlich viele von uns schon einmal live erlebt (und anschließend verdrängt, damit sich der Puls beruhigt): Entweder entdeckt der Hund das Wild direkt und setzt ihm nach, oder er verfolgt die Fährte in freudiger Erwartung einer reichhaltigen Mahlzeit. Wie auch immer: er ist erstmal weg! Wenn du Glück hast, reagiert der Hund auf deine Befehle und kommt zurück. Was bis dahin geschieht, liegt allerdings nicht in deiner Hand. Oft ist der Jagdtrieb auch stärker als alle Befehle von Herrchen oder Frauchen.

 

Wildtiere in Todesgefahr

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer (welch treffendes Wortspiel!). Selbst wenn der Hund das Wildtier nicht bekommt, jagt er ihm im wahrsten Sinne des Wortes einen Schreck fürs Leben ein. Ist das Tier in diesem Fall trächtig, kommt es nicht selten vor, dass es das ungeborene Baby verliert. Grund dafür ist der große Stress, den das Tier durch die Hetze erfährt. Hinzu kommt, dass trächtige Tiere (z. B. Rehe) deutlich langsamer sind und so auch durch Hunde gefährdet werden, vor denen sie normalerweise problemlos flüchten können.

Doch auch wenn der Nachwuchs bereits auf der Welt ist, ergeben sich durch die Hundehetze große Probleme. Viele verjagte und gehetzte Ricken kehren anschließend nicht mehr zu ihrem Nachwuchs zurück, so dass die Kitze mangels Nahrung keine Chance zum Überleben haben.

Wir sehen also: Die Schilder mit der Aufforderung „Hunde bitte anleinen“ sind nicht aus Schikane oder zum Spaß aufgestellt worden, sie haben durchaus ihren Sinn. Das Wild muss in der Brut- und Setzzeit geschützt werden, zum Wohle des Nachwuchses. Hinzu kommt, dass mittlerweile deftige Strafen verhängt werden, wenn der Halter seinen Hund trotz Verbotes ableint und es zu einem Zwischenfall kommt, bei dem Wildtiere geschädigt werden. Bis zu 10.000 Euro kann das Ganze kosten!

Sei also vernünftig und leine deinen Hund in der Brut-und Setzzeit an – zum Wohle aller Lebewesen!

Die Brut- und Setzzeit ist in den Bundesländern unterschiedlich, erkundige dich also in deinem Bundesland nach der Dauer, welche vom 15.März/01.April bis zum 15.Juli jeden Jahres gehen kann.

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